Grenzen der Schönheit – Die Sache mit dem Zoll

Wer kennt das Problem nicht: Gerade haben TooFaced, Morphe und co. ein neues Produkt herausgebracht – JEDER liebt es, der Hype ist riesig.

Doch während die Leute in den USA einfach in den Laden gehen können oder auf den Versand ihres Herzstücks warten, stehen wir Deutschen – zumindest bei manchen Marken – vor der Frage: Wie komme ich da jetzt überhaupt ran?

Natürlich haben wir hier auch tolle Läden. Über DM bis hin zu Douglas oder MAC-Fillialen gibt es bei uns schon eine ganze Menge. Aber das bringt nunmal nichts, wenn wir gerade die nach Pfirsich duftenden Produkte von TooFaced toll finden!

Nun ist es ja nicht so, dass es keine Optionen gibt. Das naheliegendste ist wohl, sich die Sachen (vorausgesetzt, die jeweilige Website bietet internationalen Versand nach Deutschland an) nach Deutschland zu bestellen.

Die Sache mit dem Zoll

Gesagt, getan, schon hat man den Warenkorb vollgepackt und ist am Check-Out. Jetzt ist es allerdings wichtig, folgende Information herauszubekommen:

Gerade wenn das Produkt aus dem nicht-europäischen Ausland (USA beispielsweise) kommt, fallen eventuell Zölle an. Diese können zwar von den jeweiligen Firmen schon im Voraus bezahlt werden (zB Beautylish), wodurch dann der Endpreis des Produktes eventuell etwas teurer wird, aber je nachdem erspart man sich dadurch dann zusätzlichen Aufwand, den Zoll zusätzlich noch entrichten zu müssen.

Grundsätzlich sieht die Gebühr, die ihr für Kosmetik aus dem nicht-europäischen Ausland noch entrichten müsst, aus wie folgt (Quelle: zoll.de):

Zollkosten (wohlgemerkt: Ich beziehe mich hier nur auf kosmetische Produkte – für Parfum, Tabak etc. gelten andere Regeln! Hier könnt ihr das genauer nachlesen):

22 Euro: Keine Erhebung von Einfuhrabgaben (Ihr zahlt also genau das, was euch Versand & Produkt kosten.)

22 – 150 Euro: Hier befindet ihr euch in einer Art Übergangszone: Ihr müsst zwar die bei uns geltende Mehrwertsteuer begleichen (19 %), allerdings müsst ihr keine Zollgebühren im eigentlichen Sinne zahlen. Ein Beispiel: Ihr bestellt euch für 100 Euro Makeup bei Sephora. Anstatt nun nur 19 Euro (19 % von 100 Euro Produktwert) zu bezahlen, verrechnet der Zoll euch den Versand zusätzlich. Das bedeutet bei einem Versand von zB 9 Euro, dass ihr 19,90 Euro an Steuern entrichten müsst.

Kurz: Produktwert + Versand = Gesamtrechnungsbetrag (109 Euro im Beispiel)

Zollbetrag, den ihr entrichten müsst:

= Gesamtrechnungsbetrag + (Gesamtrechnungsbetrag * 0,19)

Wichtig: Ergibt sich bei Gesamtrechnungsbetrag * 0,19 ein Wert unter 5 Euro, so müsst ihr eben keine Zollgebühr entrichten.

über 150 Euro: Es greift der Zolltarif. Das heißt im Klartext, dass auf eure Endsumme zu den 19 % noch einmal 0-6,5 % draufkommen – die genaue Höhe entscheidet das Einzelprodukt. Ich persönlich hatte meist das Glück, auch bei Beträgen über 150 Euro die 19 % zahlen zu müssen, aber nicht mehr. Es wird aber deutlich, dass den Bärenanteil die Mehrwertsteuer (bzw. der Einfuhrumsatzsteuerbetrag, wie es korrekt heißen müsste) ausmacht.

Der Endpreis errechnet sich also immer aus Produktpreis + Versand + Zollkosten.

VORSICHT:

Nicht erlaubte Produkte: „Kosmetische Mittel aus Drittländern müssen die gleichen Anforderungen erfüllen, wie in der Gemeinschaft hergestellte Erzeugnisse.“ Ich erinnere hier an die Kylie Jenner Lipkits. Derartige Kosmetik dürfen nicht nach Deutschland eingeführt werden und wir müssen uns in diesem Fall leider andere Alternativen suchen!

Komme ich auch an Produkte, die es in Deutschland nicht gibt, ohne aus dem Ausland kaufen zu müssen?

Jein. Natürlich hat man die Möglichkeit, Waren zum Beispiel über Shpock oder Ebay, zu kaufen. Allerdings habe ich hier schon sehr, sehr viel negative Erfahrungen zu Ohren bekommen (vor allem in Form von Fälschungen!). Hier ist also äußerste Vorsicht geboten, es sei denn, man kommt an Originalrechnung o.ä. von Seiten des Verkäufers.

Wie komme ich maximal günstig an Produkte, die es in Deutschland nicht gibt?

Hier fallen mir zwei Möglichkeiten ein:

Zum einen könnt ihr euch mit anderen Make-Up-Freaks zusammentun und Sammelbestellungen aufgeben. So könnt ihr euch die Zollgebühren fair teilen.

Die andere Möglichkeit ist, sich Seiten im europäischen Ausland zu suchen, die ebenfalls Produkte verkaufen, die wir hier nicht bekommen – euch so aber den Zoll zu sparen! Ich persönlich kaufe da sehr gerne bei BeautyBay.

Nun bleibt mir nicht viel mehr zu sagen als: Happy shopping!

Alles Liebe,
Foxy

Folgt mir doch gerne auch auf Instagram: @foxyfelsworn

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2 Kommentare zu „Grenzen der Schönheit – Die Sache mit dem Zoll

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